Brüssel/Brügge: Perfekte Filmkulissen!

1 Brussel Centraal ist der zentrale unterirdische Bahnhof von Brüssel und wird hauptsächlich von inländischen Zügen frequentiert. (Internationale Hochgeschwindigkeitszüge wie der ICE kommen am Nord-und Südbahnhof an.) Bereits 1911 begannen die Arbeiten an der Bahnstrecke, sie wurden jedoch bald aufgrund finanzieller Schwierigkeiten/Krieg unterbrochen. Erst 1952 wurde der Bahnhof eingeweiht. Die Pläne stammen vom Jugendstil-Architekten Victor Horta, der 1947 verstarb. Maxime Brunfaut beendete die Bauarbeiten.

2  3Im Innern des Bahnhofs befindet sich u.a. die wunderschöne Horta Gallery. Ein Ort für Events, Konzerte, Partys: Visitbrussels.be Wenn man wie ich zufälligerweise dorthin gelangt, ist die Überraschung groß. So einen interessanten und futuristisch anmutenden Raum hätte man an dieser Stelle nicht erwartet. Für mich persönlich Teil 1 des Eindrucks „Brüssel = perfekte Filmkulisse“. 🙂

Die Haupthalle erscheint mir fast ein bisschen mehr „Art Déco“ als „Jugendstil“.

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Art Nouveau/Art Déco in Brüssel

Diese Stadt lässt mich nicht los. 🙂 Auch bei meinem dritten Besuch fällt sofort wieder auf, wie viele Jugendstil/Art-Déco-Schätze sie zu bieten hat…

Bei der Touristen-Information gibt es eine Karte zu erstehen. Fünf Jugendstil-Routen durch Brüssel werden beschrieben (5 Euro):

1. Stadtzentrum und nächste Umgebung
2. Louise-Viertel und die Teiche von Ixelles
3. Viertel der Squares und des Cinquanttenaire
4. Saint Gilles und Forest
5. Avenue Bertrand und nächste Umgebung

In Saint Gilles war ich bei meinem ersten und zweiten Besuch, von hier stammen auch die älteren Fotos.

Diesmal haben wir uns Ixelles vorgenommen. Wir kommen von der Chaussee D’Ixelles/Elsensesteenweg (von der sichtlich schöne Seitenstraßen abgehen, hier befinden sich u.a. Häuser von Paul Hamesse, Henri Jacobs, Léon Delune) und gelangen zur Place Flagey. Dort sticht sofort das Art-Déco-Gebäude namens „Flagey“ ins Auge, welches den ganzen südlichen Teil einnimmt und früher Maison de la Radio hieß.
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Sein Studio 4 beherbergt einen Konzertsaal mit einer der besten Akustiken weltweit, Heimat der Brüsseler Philharmoniker. Hier wurde u.a. der Soundtrack des Films „The Artist“ aufgenommen. Erbaut wurde es 1933-1939 vom Architekten Joseph Diongre.

Unten befindet sich das Cafe Belga, offenbar eine Brüsseler Institution. Es ist sehr viel los. Wer ein junges, szeniges Publikum mag und es gerne trubelig hat, ist hier am richtigen Ort. 🙂

Direkt an der Place Flagey schließen die Teiche an und mit ihnen ein schönes nobles Wohnviertel. In der Rue Vilain XIIII befinden sich mehrere Häuser des Architekten Ernest Blérot (1870-1957).

Er absolviert sein Studium am Institut Supérieure d’Architectue Saint-Luc. Ab 1897 bedient er sich der Sprache des Jugendstils. Er verwirklicht  große Wohnhauskomplexe in der Rue Vanderschrick, im Saint-Boniface-Viertel und in der Umgebung der Teiche von Ixelles. Durch Variationen identischer Ausgangselemente stattet er seine Häuser mit einer großen Vielfalt an Details aus und verleiht ihnen dank der Bezugnahme auf die Gotik eine Gesamtharmonie. (Broschüre www.voiretdirebruxelles.be)

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Am Ende der Teiche gelangt man zur Abbaye de la Cambre, einer ehemaligen Zisterzienser-Abtei. Ein schöner Ort zum Entspannen. Henry van de Velde gründete hier 1927 das Institut Supérieur des Arts Décoratifs, welches heute L’Ecole de la Cambre heißt. Ein idyllischer Platz lädt die Kunst- und Designstudenten in der Pause zum Verweilen ein.

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Weiter geht es noch zum Rond Point de L’Etoile, an dem sich das Palais de la Folle Chanson befindet. Ein eleganter Art-Déco-Bau eines Schülers von Victor Horta (Antoine Courtens) aus dem Jahre 1928.

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Am Kreisverkehr befindet sich außerdem die Résidence Ernestine, ein modernistisches Gebäude von 1936 (Jean-Florian Collin).

Mittleres Gebäude

Mittleres Gebäude

Während wir unsere Tour beenden, geht sie auf dem Plan noch weiter, vorbei an wichtigen und interessanten Häusern von Victor Horta, nämlich dem Hotel Tassel und dem Hotel Solvay, welche sich in der Rue Paul Emile Janson und der Avenue Louise befinden. Na ja. Vielleicht das nächste Mal… 🙂

Push the sky away

20140812_144533Fahnenkette von Vintagemadbymuriel

USA 2014

Wann: 22. Juli-2. August

Wo: Washington, New York, Philadelphia, Toronto

 

20140722_092552Zwischenstopp in London Heathrow

In London scheint NATÜRLICH die Sonne. Ganz ehrlich: Wenn ich in England bin, scheint dort GRUNDSÄTZLICH immer die Sonne. Keine Ahnung, wieso ständig behauptet wird, das Wetter wäre da total schlecht… Vielleicht hat es was damit zu tun, dass es mein absolutes Lieblingsland ist und Petrus uns Anglophilen nur allzu gerne entgegenkommt?! 🙂 Aber manchmal will man halt mal etwas weiter weg, über den großen Teich…

WASHINGTON

20140723_093200nWashington D.C.

Erster Eindruck von Washington: Schön, sehr gepflegt und typisch amerikanisch.
Diese breiten und langen Straßen! Diese Sichtachsen! Und diese riesigen Autos!
Alles so gaanz anders als bei uns in Europa. Wie ich es liebe! 😀

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Der Moment, in dem die neue CD das Gehirn übernimmt… die Songs in Endlosschleife durch die Kopfwindungen rasen… der Augenblick, in dem es umschlägt… die tollen Ohrwürmer zur Qual werden… das ohnehin schon durch Facebook/Twitter&Co. gebeutelte Bewusstsein sie einfach nur noch loswerden will:

Antiohrwurm.de

Couture & Rock’n’Roll?

vintagemadbymuriel

Why not, why not?

Entre mes tutoriaux, je vais aussi vous parler de ce que j‘ aime, la musique et surtout le Rock , a une part très importante dans ma vie.

Les concerts m‘ ont permis de voyager et rencontrer des amis qui me sont très chers aujourd‘ hui.

Ok, il y a un artiste dans mon coeur, bien au dessus des autres: Nick Cave!

Tous ceux qui l ‚ ont vu au moins une fois en concert comprennent forcément pourquoi……pour les autres: VOILA POURQUOI!

In between the tutorials, let me talk about the things I love, music and especially Rock, has a big part in my life.

Thanks to gigs I travelled and met lovely people who are close to my heart today.

Well, there is the ONE & ONLY ( dixit Tatjana!) , far , far beyond others: Mr Nick Cave!

Anyone who saw him live at…

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Art Nouveau in Brüssel

Brüssel hat eine Menge zu bieten! Nicht nur, dass die Stadt wie eine interessante Mischung aus Holland und Frankreich rüberkommt… auch architektonisch gibt es abseits der Grande Place viel zu entdecken. St. Gilles ist das Jugendstil-Viertel von Brüssel, mit wunderschönen Häusern:

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Horta Museum

Horta Museum

 

Das letzte Foto zeigt einen Teil des Horta-Museums. Der belgische Architekt Victor Horta (1861-1947) lebte und arbeitete hier.

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Ehemaliges Warenhaus Waucquez, heute Comic-Zentrum Brüssel

Unter anderem entwarf Horta das Waucquez Warenhaus, ein ehemaliges Kaufhaus, das heute das Belgische Comic-Zentrum beherbergt, in dem Hergés Tintin und Milou alias Tim und Struppi natürlich nicht fehlen dürfen.

Das frei zugängliche Erdgeschoss, das aufgrund seiner imposanten Treppe und der anderen Jugendstil-Elemente schon eine Besichtigung lohnt, beherbergt außerdem eine Mini-Ausstellung über Brüssel als Hauptstadt des Art Nouveau.

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IMG_5549Ebenfalls sehr zu empfehlen abseits der Touristenpfade: La Porteuse d’Eau. Ein Jugendstilcafé im Stadtteil St. Gilles, in dem sogar die Waschräume echt „Art Nouveau“ sind!

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La Porteuse d’Eau

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Noch ein Wort zu Brüssel…

„Brüssel? Lohnt sich nicht! Da gibt es die Grand Place/den Grote Markt, das Europaviertel und sonst gar nichts!“
Das war es, was ich immer wieder zu hören bekam.
Als ich die Stadt wegen meines Interesses für Jugendstil dennoch eines Tages aufsuchte, wurde ich ziemlich überrascht. Es war ein sonniger Sonntag, als der beste Ehemann aller Zeiten und ich dort ankamen, was der Stadt natürlich einen nicht unmaßgeblichen Vorteil verschaffte… (also das Wetter, nicht wir;-)), den sie aber eben überhaupt nicht nötig hat:
Als erstes stachen mir die Häuser mit den „französischen Balkonen“ ins Auge. Dann die „holländischen Kneipen“. Wow! dachte ich. Wie cool! Eine Mischung aus Holland und Frankreich!
Als nächstes bemerkte ich die „Multi-Kulti“-Bevölkerung. Dann die vielen Touristen. Die EU-Politiker, die überall zwischendrin in ihren Anzügen herumwuselten. Wieder diese ganz eigene Mischung…
Schließlich entdeckte ich die größte Ansammlung von Art Nouveau-Häusern, die ich bis dato gesehen hatte. Außerdem die Grand Place. Den Kunstberg mit dem atemberaubenden Blick über die Stadt. Die wunderschöne Place des Martyrs. Die Place de la Vieille Halle aux Blés mit der Jaques Brel-Stiftung. Die vielen Antiquitäten-Geschäfte. Den Warandepark. Den Königspalast, die Kathedrale… und und und.
Sind es die vielen Sehenswürdigkeiten? Die Gesamtatmophäre, geprägt durch eine ganz indivuelle Mischung aus Menschen und Stilen?
Wie auch immer. Brüssel ist eine Stadt in Bewegung, mit spürbarer Energie und Dynamik und einer Menge toller Sehenswürdigkeiten.
Ich kann nur sagen: Unbedingt hinfahren! Es lohnt sich! 🙂